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19. Juli 2018

Wie ist Herrenberg unterwegs?

Wie bequem, praktisch oder angenehm sind verschiedene Wege in und um Herrenberg? Wie sehr hängt es vom Verkehrsmittel ab, wie schnell ich bin und wie wohl ich mich dabei fühle? Auf diese Fragen suchen die Forscher des Reallabors Stadtquartiere 4.0 aus Stuttgart möglichst genaue Antworten. Dazu waren sie im Februar auch beim Herrenberger Jugendforum. Ihre Frage: wie kommt ihr in Herrenberg von A nach B – und welche Orte müsst ihr überhaupt gut erreichen?

Um noch mehr über die Wege der Herrenberger herauszufinden, haben die Mitarbeiter des Reallabors außerdem eine App entwickelt. Mit ihr können interessierte Bürger ihre Bewegungsdaten aufzeichnen und sie zur Auswertung an das Hochleistungsrechenzentrum (HLRS) auf dem Campus der Uni Stuttgart weiterleiten.

Erste Ergebnisse dieses sogenannten Aktivitätstrackings bekam vergangene Woche eine Gruppe Jugendlicher der Herrenberger Jugendbeteiligung zu sehen. Fabian Dembski und Uwe Wössner des HLRS haben dafür die (anonymen) Bewegungsdaten in einem 3D-Raum, der sogenannten „CAVE“ in ein digitales Abbild der Herrenberger Innenstadt projiziert. Mit 3D-Brillen konnten die Jugendlichen sowohl durch einzelne Straßen gehen, als auch aus der Vogelperspektive mehrere Straßenblocks auf einmal betrachten. So lässt sich besser herausfinden, wo die Verkehrssituation für Fußgänger, Rad- oder Autofahrer verbessert werden muss. Aber auch verschiedene Messwerte wie die Feinstaubbelastung können in Form von Wolken dargestellt werden.

Über die vielen Möglichkeiten der „CAVE“ waren die Jugendlichen schwer beeindruckt. „Viele Zusammenhänge und die Auswirkung von Veränderungen kann man sich dadurch besser vorstellen“, da sind sich alle einig. „Es wäre sicher hilfreich, wenn noch mehr Herrenberger diese Möglichkeit hätten.“ Die Gruppe ist nun gespannt, welche Ergebnisse aus den getrackten Daten und den anderen Bürgerbeteiligungsaktionen hervorgehen. Vielleicht kann man sich die dann auch in 3D anschauen?